Franz Schückbauer

By | 8. April 2015

Schücki+1931anläßlich+der+Führertagung+in+BadenUnser Pfadfinderbruder Hans Reichl aus der Gilde Schückbauer-Urfahr erinnert uns an den

 125. Geburtstag von Franz Schückbauer

Geb. 3.12.1890 in Hermading/Mauerkirchen, gest. 24.10.1956 in Linz.

Mutter Walpurga Schickbauer, Tochter des Meier zu Hermading, Vater Josef Eiblmeier. Schückbauer wuchs bei seinem Großvater auf. Eintritt ins Gymnasium Petrinum 1902, Matura 1910. Theologiestudium in Linz 1910-1914. Priesterweihe 1913 durch Bischof Rudolph Hittmair. Kooperator in St. Wolfgang/See und Ried/I. Ab 1920 Dioezesanjugend-Sekretär ernannt von Bischof J. M. Gföllner. Schückbauer baut in OÖ den 1923 gegründeten Reichsbund der Katholisch Deutschen Jugend Österreichs auf, mit der Sportorganisation Deutsche Jugendkraft. Die Pfadfinder sind eine Organisation des Reichsbundes. Schückbauer gründet in Linz, Ried/I, Bad Ischl und Freistadt um 1921 die ersten Pfadfindergruppen. Erstes OÖ Pfadfinderlager 1921 ist am Schwarzensee bei St. Wolfgang/See mit 20 Teilnehmern. 1924 Gründung des Katholischen Pfadfinderringes im Österreichischen Pfadfinderbund. 1926 gründet Schückbauer das Österreichische Pfadfinderkorps St. Georg, das sich dann vom Österreichischen Pfadfinderbund trennt. Schückbauer vertritt als Korpsführer (Bundesfeldmeister) der Österreichischen St. Georgspfadfinder das Korps bei den Jamborees in Birkenhead/Birmingham und Gödöllö und den internationalen Führerkonferenzen. Kardinal Innitzer ernennt 1936 Schückbauer zum Bundespräses des Reichsbundes. Schückbauer legt darauf sein Amt als Korpsführer zurück.

1938 werden alle Jugendorganisationen verboten. Schückbauer wird bischöflicher Sekretär und Archivar. Vom 9.9.1940-14.8.1942 wird Schückbauer wegen seines Wissens um die Österreichische Freiheitsbewegung des Dr. Jakob Kastelik (hingerichtet 1944) im Zuchthaus Hamborn bei Duisburg inhaftiert.

Nach seiner Freilassung wird Schückbauer Seelsorger im Elisabethinen-Krankenhaus in Linz.

Unmittelbar nach Kriegsende beginnt Schückbauer, Pfadfindergruppen in OÖ wieder aufzubauen. Die kath. Kirche hatte inzwischen beschlossen, die früheren kirchlichen Jugendorganisationen nicht wieder zu gründen. 1946 schließen sich St.Georgspfadfinder und der Pfadfinderbund bei einer Konferenz in Salzburg zu den Österreichischen Pfadfindern zusammen. Schückbauer organisiert das erste OÖ Landeslager 1946 am Schwarzensee bei St. Wolfgang/See mit 300 Buben. Er gründet die alten Pfadfindergruppen wieder und gründet neue. Er wird OÖ Landesfeldmeister und Gruppenfeldmeister der Urfahraner, heute Linz 12. Er organisiert das Pfadfinderjamboree 1951 in Bad Ischl mit 12000 Teilnehmern aus 61 Nationen. Sein Engagement für die Pfadfinder wird möglich, weil ihn Bischof Fliesser 1948 unter Hinweis auf seine Gesundheit aus dem bischöflichen Dienst in die Pension entlassen hatte. Er fährt jedes Jahr mit seiner Gruppe Linz 12 auf Sommerlager und mehrere Wochenendlager, schläft in seinem kleinen Zelt und organisiert Landeslager. Nach dem Landeslager 1956 in Aschach an der Steyr wird Schückbauer krank und geht ins Krankenhaus der Elisabethinen, wo er am 24.10.1956 stirbt.